Jakob Nickelsson war dänischer Ritter, Schlossinhaber, Ratmann von Malmö und Mitglied im Reichsrat. Er stammte vermutlich aus Malmö oder war dort ansässig. 1364 tritt er das erste Mal als Ratmann von Malmö auf. 1377 ist er in einer Angelegenheit, die sich zwischen Karl IV und Herzog Albrecht von Mecklenburg abspielt, Geladener vor dem Hofgericht.
Leben
Namensvarianten: Jacobus Nickelsson, Jakob Niclisson, Jacob Nickkelssen, Jacobo Nicolai
Lebensdaten: Aktenkundig 1364, 1369, 1370, 1373, 1377
Herkunft: vermutlich Malmö
Tätigkeitsgebiet: Hafen von Rostock, Schloss Warburg
Verwandtschaft: vermutlich mit Peter Nickelsson verwandt
Tätigkeiten
Aktivitäten als Gewaltakteur: Vorwurf von Strandraub an hanseatischen Kaufleuten während eines Krieges.
Status: Ratmann von Malmö, Reichsrat, Ritter, Beamter unter König Waldemar IV.
Fahrgemeinschaften: -
Auftraggeber: unbekannt
Geschädigte: hanseatische Kaufleute
Angaben zu Schiff und Besatzung: -
Sonstige Tätigkeiten:
1364 tritt Jakob Nickelsson als Ratmann von Malmö auf. Er bestätigt, dass er für die Wegnahme eines seiner Schiffe im Hafen von Rostock vollständig entschädigt worden ist und dass er auf weitere Ansprüche verzichtet.[1] Im November 1369 beteiligt sich Jakob Nickelsson bei der Offenhaltung des Schlosses Warburg.[2] Im Jahr 1370 tritt er als Reichsrat Dänemarks bei den Friedensverhandlungen zwischen dem dänischen Reichsrat und den Hansestädten auf. Den Hansestädten wird Handels- und Standrechtsfreiheit in Dänemark und Schonen sowie ausgedehnte Privilegien für den Verkehr in Skanör und Falsterbo eingeräumt.[3] [4] Im Mai 1373 beklagen sich die Abgeordneten von wendischen, preußischen, liefländischen und verschiedenen anderen Städten, die sich in Lübeck versammelten, bei König Waldemar IV. über viele von seinen Beamten gegen hanseastische Kaufleute verübte Bedrückungen. Jacob Nickelsson wird hierbei vorgeworfen, Strandraub an hanseatischen Kaufleuten begangen zu haben. Die Geschädigten fordern dafür Wiederherausgabe des Erpressten.[5] [6] Am 12. September 1377 wird Jakob Nickelsson von Karl IV. zusammen mit anderen dänischen Schlosshauptleuten aus Jütland und Schleswig vor das Kaiserliche Hofgericht in Tangermünde geladen. Karl IV. will sich verantworten gegen Herzog Albrecht von Mecklenburg im Bezug auf den Anspruch seines Enkels auf den dänischen Thron.[7] [8]
Dokumentation der Recherche
Ohne Ergebnis gesucht in: Ostfriesisches Urkundenbuch, Diplomatarium Danicum
Sonstiges
Quellen
HUB 4 129
HUB 4 324
HUB 4 343
MUB XVI 9992
MUB XIX 11044
LUB 4 CXCVI
HR 2 56
SHRU Band 6,2 135
Literatur
Einzelnachweise
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HUB 4 324
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MUB XVI 9992
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HUB 4, 343
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LUB 4 CXCVI
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HR 2,56
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MUB XIX 11044
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SHRU Band 6,2 135
